Allgemeine Informationen

Fragen & Antworten zum aktuellen Thema Wasserknappheit

Es gibt eine Begrenzung bei den Förderrechten, die uns vorschreibt, wieviel Wasser gefördert werden darf. Außerdem gab es im vergangenem Jahr keine Grundwasserneubildung, weshalb wir nur 270 m³/h statt 400 m³/h fördern können. Unsere Brunnen sind im Maximalbetrieb. Die Ergiebigkeit sinkt, wenn wir diese nicht stundenweise regenerieren.

Wir beziehen aus Borken gerade das mögliche Maximum - es ist technisch also gar nicht möglich, noch mehr Wasser zu beziehen.

Die Tagesabsatzmengen sind von der Normalmenge 7.800 m³ / Tag auf auf 12.350 m³ / Tag angestiegen  - Ein Mehrabsatz, der den normalen Absatz deutlich übersteigt!
Ursachen sind die Gartenbewässerung / Poolbefüllung von 5 - 7 Uhr 16 -23 Uhr.

Durch den heißen und sehr trockenen Sommer im letzten Jahr ist unser Grundwasserstand sehr stark belastet worden und konnte sich durch den fehlenden Regen im letzten Herbst / Winter / Frühling nicht erholen. Somit steht noch weniger Grundwasser zur Verfügung als letztes Jahr zur gleichen Zeit.

 

Ja, ein Hausbrunnen kann weiterhin genutzt werden. Jedoch sollte bedacht werden, dass jeder Hausbrunnen die Grundwasserleiter belastet.
Die meisten Hausbrunnen befinden sich in höheren Gesteinsschichten als unsere Trinkwasserbrunnen, welche sich in Tiefen von 60 bis 80 m befinden.

Trinkwasser ist das Lebensmittel Nr. 1 für Mensch und Tier. Im wahrsten Sinne des Wortes: Ein Mittel, ohne das kein Leben möglich ist, weshalb es sparsam verwendet werden soll (s. dazu die Trinkwasserverordnung und das WHG).

Es gibt fünf Brunnen, welche zwischen 60 bis 80 Meter tief sind.

Es gibt zwei Trinkwasserbehälter mit je 3.000 m³ Speichervolumen, die überwiegend nachts wieder gefüllt werden.

Ja. Wenn auf Gartenbewässerung und Poolbefüllung verzichtet wird, ist die Trinkwasserversorgung sichergestellt.

Für die städtische Bewässerung wird Brauchwasser genutzt, kein Trinkwasser.

Ja, aber es wird auf die Einsicht und das Verständnis der Bevölkerung gesetzt, dass das Lebensmittel Nr. 1 Trinkwasser ein hohes Gut für die Allgemeinheit darstellt.

Entsprechend des gesetzlich vorgeschriebenen Maßnahmenplans für Wasser gibt es weitere Überlegungen und interne Planszenarien, damit es für alle sichergestellt werden kann.
Der Aufsichsrat hat beschlossen, eine neuen Trinkwasserspeicher und einen neuen Brunnen als Entlastungsbrunnen zu bauen.
Außerdem laufen Planungen, wie die Transportleitung für den Wasserbezug optimiert werden kann.

Wenn alle mithelfen, unser Trinkwasser zu schützen, wird es nicht nötig sein, das Trinkwasser abzustellen.
Sollte es doch dazu kommen, werden wir natürlich zeitnah alle betroffenen Personen darüber informieren.

Wir versuchen alles, auch mit Ihrer Hilfe, dass es dazu nicht kommt.
Sicherlich ist es für einen hoffentlich nicht eintretenden Fall gut, Mineralwasser vorrätig zu haben.

Wir sind davon überzeugt, dass die Bürgerinnen und Bürger Trinkwasser als ein Lebensmittel anerkennen und sich entsprechend zum Wohle aller verhalten.
Die SVS darf außerdem als Trinkwasserversorger keine ordnungsbehördlichen Maßnahmen erlassen.

Ab dem 23.06.2019 erhöhte sich die Abnahme unerwartet drastisch, sodass die Speicher nicht mehr vollständig gefüllt werden konnten. Die Füllstände sanken jeden Tag um täglich 50 cm bis auf 1,50 Meter.

Das Thema Wasserknappheit ist immer noch präsent! Die Tagesabgabemenge liegt noch auf einem deutlich überdurchschnittlichen Niveau.
Auch die Wetterprognosen sagen keinen Regen voraus, der für die Natur so dringend notwendig ist.
Selbst, wenn es mehrere Tage regnen würde, gäbe es keine Entspannung beim Grundwasserspiegel.
Damit sich die Grundwasserstände erhöhen, bedarf es schon einer sehr langen Regenzeit.
In der Konsequenz bedeutet dies, dass aktuell nicht mehr Wasser gefördert werden kann. Es fehlen immer noch 1/3 der Fördermöglichkeiten im Vergleich zu Jahren mit normalem Grundwasserspiegel.
Ein erhöhter externer Wasserbezug ist aus technischen Gründen nicht möglich.

Ja, zum Wohle der Allgemeinheit und der Mitmenschen, da wir alle auf Trinkwasser angewiesen sind und dieses ein begrenzt zur Verfügung stehendes Lebensmittel ist.

Wir können nicht beurteilen, inwieweit die Wasserversorgung bei anderen Versorgern gesichert ist, da die Rahmenbedingungen sehr unterschiedlich sind. Unter anderem spielen Faktoren wie genehmigte Wasserförderrechte, die Anzahl und Dimension von Bezugsleitungen, die Bodenverhältnisse, die Siedlungstruktur, uvm. eine wichtige Rolle.

Unser Wasserwerk in Hundewick

Das Wasserwerk in Stadtlohn-Hundewick ist seit Januar 1976 in Betrieb. Die Grundwasserentnahme erfolgt über 5 Vertikalbrunnen. Ein 6. wird folgen. Grundwasserträger ist der sogenannte Cenoman-Turon-Zug, der im durchteuften Bereich aus Kalk und Kalkmergeln besteht. Dadurch bedingt hat das Wasser einen relativ hohen Härtegrad (hart). Um die Kalkabscheidungen zu verringern wurde deshalb im Jahre 1979/80 eine Enthärtungsanlage gebaut.

Zur Anwendung ist das Kalkfällungsverfahren im geschlossenen Schnellreaktor gekommen. Bei ihm werden die Karbonathärten des Wassers durch Zugabe von Kalciumhydroxyd ausgefällt, die freie Kohlensäure des Wassers gebunden und gleichzeitig Verunreinigungen entfernt. Als Reaktionsprodukt entsteht unlösliches Kalciumcarbonat, das umweltfreundlich ist und in der Landwirtschaft verwendet wird. Das Reaktionsprodukt fällt in körniger Form aus und kann ohne Betriebsunterbrechung abgezogen werden. Die Enthärtung erfolgt auf dem Härtegrad "mittel".

Das entkarbonisierte Wasser hat noch einen geringen Trübstoffgehalt. Es wird anschließend im Oxydator belüftet und fließt dann über die Filteranlage in den Speicherbehälter. Zur Regulierung des pH-Wertes wird Kohlensäure zugegeben.

Die rund 1.500.000 Kubikmeter jährlich in Stadtlohn geförderte Wassermenge reicht jedoch nicht aus, um die Bevölkerung sowie Industrie, Gewerbe und Landwirtschaft in Stadtlohn, Vreden und Südlohn ausreichend mit Trinkwasser zu versorgen. Aus diesem Grunde werden pro Jahr etwa weitere 1.500.000 Kubikmeter Trinkwasser von den Stadtwerken Borken bezogen. Dieses Wasser wird dann mit dem in Stadtlohn geförderten und aufbereiteten Trinkwasser gemischt und über die Versorgungsnetze in Stadtlohn, Vreden und Südlohn an die Kunden der SVS geliefert.

Sie möchten das Wasserwerk gern selber kennenlernen?

Vereinbaren Sie mit uns einen Besichtigungstermin!

Wir freuen uns auf Ihren Besuch!

Trinkwasser

Trinkwasser gibt's im Handumdrehen. Frisch, klar, sauber, fließt es aus dem Hahn, wann immer wir es brauchen. Jeden Tag rund um die Uhr. Dabei wird oft vergessen, dass Trinkwasser ein Lebensmittel ist. Im wahrsten Sinne des Wortes: Ein Mittel, ohne das kein Leben möglich ist.

Unser Trinkwasser ist unersetzlich und Ausgangspunkt für viele andere Lebensmittel und muß daher besonderen Anforderungen genügen. Diese sind in der Trinkwasserverordnung festgelegt.

Für jedes Trinkwasser gilt im Interesse der Gesundheit das Reinheitsgebot. Deshalb gibt es für eine Reihe von Inhaltsstoffen strenge Grenzwerte, die nicht überschritten werden dürfen. Dies dient der Gesundheitsvorsorge. Das heißt, dass man das Trinkwasser unbesorgt sein Leben lang trinken kann. Ständige Kontrollen mit modernster Technik und Investitionen unter kostenorientierten und umweltverträglichen Aspekten sind dafür der Garant.

Unser Trinkwasserpreis

+ 7 % USt

Gesamt

Der Mengenpreis beträgt pro m³

1,06 €

0,07 €

1,13 €

Preisblatt

Das detaillierte Preisblatt finden Sie in unserem Downloadbereich.